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Was der (kostenlose) SAP Solution Manager 7.2 wirklich kostet

Published on 08.14.2019

Im Gespräch mit unseren Kunden und anderen Interessierten auf Konferenzen und Branchenveranstaltungen ist der SAP Solution Manager (und insbesondere in der Version  7.2) immer wieder ein Thema. Kostenlos ist ein Argument, das zieht. Aber ist er das wirklich?

Was die Lizenzen angeht, trifft dies sicherlich zu. Aber Lizenzkosten sind nicht alles und bei genauerer Betrachtung kommen viele versteckte Kosten zu Tage. Da wir in Sachen Monitoring und Reporting eine erstklassige Alternative zum SolMan bieten, möchten wir Ihnen heute über die Erfahrungen eines unserer Kunden bei der Installation des Solution Managers berichten:

Wir haben bereits vor über einem Jahr angefangen, unser neues Solman-Projekt zu konzipieren. Der Startschuss war dann am 14. September letzten Jahres. Wir stehen jetzt kurz davor, die Vorbereitungen für die Außerbetriebnahme unserer bisherigen Solman 7.01-Systems abzuschließen. Zieltermin dafür ist der 15. September.

Wir haben eine Entwicklungs- und eine Produktivumgebung eingerichtet. Darüber hinaus haben wir sämtliche Systeme im neuen Solman konfiguriert und sowohl das technische als auch das Job-Monitoring abgeschlossen.

Im Folgenden finden Sie eine sehr grobe Auflistung der Aufgaben in diesem Projekt und keineswegs eine detaillierte Beschreibung aller Schritte:

  • Lesen der Master Guides (1 Woche)
  • Landschaftsplanung und -architektur (2 Wochen)
  • Upgrade aller Host-Agenten (2 Wochen* *je nach Größe der SAP-Umgebung)
  • Upgrade sämtlicher SLD-Inhalte (2 Wochen)
  • Server-Builds (in unserem Falle VMs) (1 Woche)
  • Server-Konfiguration (1 Woche)
  • Download aller erforderlichen Medien von SAP – ein Thema, dessen Wichtigkeit nicht zu unterschätzen ist (1 Woche)
  • Installation des Solution Manager
  • Upgrade des Base-Builds auf SP12 (in unserem Fall) (jeweils für Dev und Prd) (1 Woche)
  • Weitere Arbeiten nach Abschluss der Konfiguration
  • Teilnahme an einer Expert Guided Session (durch SAP geleitete Schulung zur Solman-Konfiguration) (1 Woche)
  • Konfiguration des Solution Managers
  • Installation neuer Diagnostic Agents auf allen Systemen (planen Sie 1 Stunde pro Host ein – bei uns waren es über 150 Hosts)
  • Konfiguration der verwalteten Systeme (1 Tag pro System – bei uns waren es rund 80 Systeme) (80 Tage)
  • EWA-Einrichtung und Konfiguration der automatischen Lizenzierung (1 Woche)
  • Lesen der Handbücher für das technische Monitoring (3 Tage)
  • Technisches Monitoring der SAP-Systeme (rund 80 Tage)

Ich kann nur betonen, diese Liste ist alles andere als vollständig, sondern vielmehr eine grobe Übersicht der Projektaufgaben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Aufbau einer 2-Tier Solution Manager-Landschaft von Null gut 40-50 Wochen unserer Zeit in Anspruch genommen hat (einschließlich der Außerbetriebnahme). Wir hatten einen vollen FTE für dieses Projekt abgestellt. Durch mehr Mitarbeiter hätte wir das Ganze sicherlich etwas abkürzen können, aber viele der Aufgaben mussten nacheinander abgearbeitet werden.

Die zu erwartenden Kosten richten sich ganz nach der Größe und Komplexität Ihres Systems, aber Folgendes gilt es zu berücksichtigen:

  • Server-Builds
  • 1 FTE für die Installation und Konfiguration des Solution Managers
  • 1 FTE zum Betrieb der Lösung nach der Implementierung

Warum haben Sie gegen ein Upgrade entschieden und den Solution Manager komplett neu installiert?

Ich hatte mich ein wenig mit der Thematik auseinandergesetzt und sowohl mit SAP-Vertretern also auch Anwendern gesprochen, die das alles schon hinter sich hatten. Dabei habe ich immer wieder gehört, dass eine Neuinstallation des Solution Managers einfacher wäre als ein Upgrade.

SAP empfahl uns, nur dann ein Upgrade durchzuführen, wenn Geschäftsszenarien und/oder beträchtliche Mengen an Dokumenten davon betroffen wären. Angesichts der Komplexität eines Upgrades entschieden wir uns dann, den Solman neu zu installieren.

Bei der Entscheidung zwischen Upgrade oder Neuinstallation gilt es aber noch einen weiteren wichtigen Punkt zu beachten: SAP empfiehlt dringend, Solman auf den neuesten Support-Package-Stand zu bringen, der gleich oder höher sein sollte als der des restlichen NetWeaver-Stacks in der Landschaft (ERP, BW usw.). Wir hatten das Glück, dass wir nicht erst sämtliche andere Elemente in unserer Systemlandschaft upgraden mussten. Für viele andere Unternehmen bedeutet dies aber zusätzlichen Zeit-, Ressourcen- und Kostenaufwand.

Sind Sie glücklich mit dem Ausgang des Projekts?

Nun ja, ich bin schon glücklich, dass ich das Projekt hinter mir habe. Es hat mich viel Zeit und Nerven gekostet. Ich muss aber auch sagen, dass der Solution Manager der falsche Weg für uns war. Ganz abgesehen von der Installation überzeugt das Produkt nicht gerade mit herausragender Benutzerfreundlichkeit und Ausgereiftheit. Sie bekommen wirklich nur das Allernotwendigste und dürfen auch nicht allzu viel Benutzerfreundlichkeit erwarten. Seine Technologie kann man bestenfalls als rudimentär bezeichnen, aber wenn man sich mit erfahrenen Fachleuten umgibt, tut er zumindest das, was er soll.

Selbst jetzt, wo die Konfiguration längst abgeschlossen ist, muss ich immer wieder mit selbst geschriebenen benutzerdefinierten Skripts herumschlagen, die natürlich manuell geprüft und verifiziert werden müssen, was mich wieder zusätzliche Arbeitszeit kostet.

Beim schlüsselfertigen Solution Manager muss man immer wieder nachjustieren, mit Skripten arbeiten und so viele Änderungen vornehmen, dass sich die Installation und laufende Wartung zu einem echten Albtraum entwickelt haben. Verwaltung und Wartung kosten uns viel Zeit und Aufwand, die viel besser in eine Lösung wie Xandria investiert wären, denn hier erhält man lückenlose Einblicke in den SAP-Systemzustand und ein detailliertes Monitoring.

Eine umfassenden Vergleich zwischen Solman und Xandria finden Sie in diesem aufschlussreichen Blogbeitrag: The good, bad and ugly - Solution Manager


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